Flèche Allemagne - in 24 Stunden nach Eisenach
Alle 2 Jahre ist es wieder so weit. Aus ganz Deutschland und aus den Nachbarländern machen sich Langstrecken-Radfahrer auf den Weg nach Eisenach. Die Regeln sind einfach: An Christi Himmelfahrt geht es um 9:00 Uhr von einem selbstgewählten Startpunkt auf einer selbstgewählten Strecke los Richtung Wartburg. Dort treffen sich dann alle 24 Stunden später nach wenigstens 360 gefahrenen Kilometern.
In diesem Jahr waren die Radsportfreunde mit 3 Teams dabei.
Nach Gruppenfoto und freundlicher Verabschiedung in der Wasserburg Kemnade machte man sich gemeinsam auf den Weg nach Osten. Nach und nach trennten sich die Gruppen,da unterschiedliche Strecken geplant waren. Zuerst fuhren alle mehr oder weniger flach, aber dann waren das Weserbergland, die Kasseler Berge oder der Harz zu überqueren. Die Windräder neben den Strecken drehten sich nur langsam und häufig kam der Wind auch aus der richtigen (nordwestlichen) Richtung. Verpflegung wurde an den geplanten Kontrollstellen nachgekauft, Tankstellen oder den bekannten amerikanischen Feinschmecker-Restaurants. Positiv in Erinnerung blieb eine 5-Sterne Aral-Tankstelle in Höxter, die neben den üblichen Tischen auch eine Sitzecke mit Club-Sesseln vorzuweisen hatte. Tagsüber blieb es trocken, die blühenden Rapsfelder boten eine schönen Anblick. Aufgrund des doch sehr kühlen Wetters waren jedoch wesentlich weniger Vatertagsausflügler unterwegs als in den vergangenen Jahren. Bei dichter Bewölkung und zum Glück nur leichtem Nieselregen war die Nachtfahrt in absoluter Dunkelheit und Ruhe ein besonderes Erlebnis. Es gibt mitten in Deutschland wirklich noch Stellen, wo man tief in der Nacht außerhalb des eigenen Scheinwerferlichtes nichts sieht und außer dem Surren der eigenen Reifen nichts hört, kilometerweit kein Haus, kein Auto, nur die Straße, tiefe Dunkelheit und Stille.
Gegen 3:30 Uhr wachen dann die ersten Vögel auf und eine Stunde später fängt es an zu dämmern. Die Temperaturen lagen da bei etwa 6°C und jedes verfügbare Kleidungsstück war übergezogen. Nach einer letzten Kontrolle um 7:00 Uhr waren dann noch wenigstens 25 Kilometer zu bewältigen. Auf diesem Stück und besonders an den letzten langen Steigungen nach Eisenach hinein konnte man dann andere Kleingruppen bepackter Radfahrer sehen, die der Wartburg zustrebten. Die liegt ja bekanntlich auch nicht im Tal und deshalb mühten sich die ca. 250 Teilnehmerunter den zweifelnden Blickender 'normalen' Touristen den bis zu 17% steilen und mit Kopfsteinpflaster belegten Anstieg hoch.
Oben wurde dann erst mal tief durchgeatmet. 'Geschafft' hat nicht nur die Mehrzahl der Randonneure gedacht, 'geschafft' sahen auch die Gesichter aus.
Da die Organisatoren dieser Sternfahrt selbst mitgefahren sind, haben 2 Radsportfreundinnen kurzerhand bei der Zielkontrolle mitgeholfe, Stempelkarten angenommen und Listen komplettiert.
Auf der Zugbrücke wurde noch ein Gruppenfoto geschossen, danach ging es zum Duschen und zum Essen.
Auch wenn man berücksichtigt, das dies eine Non-Profit-Veranstaltung war, an die man nicht die Maßstäben eines kommerziellen Jedermannrennens anlegen darf und das generell bei Brevets ein niedriges Organisations-Niveau herrscht, bestand doch, sagen wir mal - Verbesserungspotential.
So waren z.B. anfangs keine getrennten Duschen vorgesehen und auch die angebotene Verpflegung lag deutlich unter dem Niveau von 2008.
Später im Hotel angekommen, legten sich alle erst einmal ein paar Stunden aufs Ohr. Für den Abend hatten wir uns zusammen mit einer Gruppe der Veranstalter einen Raum in einer Gaststätte organisiert.
Die Ausrede "mein Computer hat berechnet, dass ich auf der Tour 8.000 Kalorien verbraucht habe" musste die sehr gut gefüllten Teller rechtfertigen.
Anschließend wurde an der Hotelbar noch der ein oder andere Gedanke ausgetauscht. Es wurde spät.
Fazit: Auch wenn bei den letzten Anstiegen einige geschimpft haben, 2012, beim nächsten Fléche Allemagne werden die meisten wieder dabei sein. Das Fahren in einer Mannschaft, nicht gegen- sonder miteinander, hatten allen über ihre persönlichen Tiefpunkte hinweg geholfen. Man muss kein durchtrainierter Topathlet sein, um so eine Strecke bewältigen zu können.
In diesem Jahr waren die Radsportfreunde mit 3 Teams dabei.
Nach Gruppenfoto und freundlicher Verabschiedung in der Wasserburg Kemnade machte man sich gemeinsam auf den Weg nach Osten. Nach und nach trennten sich die Gruppen,da unterschiedliche Strecken geplant waren. Zuerst fuhren alle mehr oder weniger flach, aber dann waren das Weserbergland, die Kasseler Berge oder der Harz zu überqueren. Die Windräder neben den Strecken drehten sich nur langsam und häufig kam der Wind auch aus der richtigen (nordwestlichen) Richtung. Verpflegung wurde an den geplanten Kontrollstellen nachgekauft, Tankstellen oder den bekannten amerikanischen Feinschmecker-Restaurants. Positiv in Erinnerung blieb eine 5-Sterne Aral-Tankstelle in Höxter, die neben den üblichen Tischen auch eine Sitzecke mit Club-Sesseln vorzuweisen hatte. Tagsüber blieb es trocken, die blühenden Rapsfelder boten eine schönen Anblick. Aufgrund des doch sehr kühlen Wetters waren jedoch wesentlich weniger Vatertagsausflügler unterwegs als in den vergangenen Jahren. Bei dichter Bewölkung und zum Glück nur leichtem Nieselregen war die Nachtfahrt in absoluter Dunkelheit und Ruhe ein besonderes Erlebnis. Es gibt mitten in Deutschland wirklich noch Stellen, wo man tief in der Nacht außerhalb des eigenen Scheinwerferlichtes nichts sieht und außer dem Surren der eigenen Reifen nichts hört, kilometerweit kein Haus, kein Auto, nur die Straße, tiefe Dunkelheit und Stille.
Gegen 3:30 Uhr wachen dann die ersten Vögel auf und eine Stunde später fängt es an zu dämmern. Die Temperaturen lagen da bei etwa 6°C und jedes verfügbare Kleidungsstück war übergezogen. Nach einer letzten Kontrolle um 7:00 Uhr waren dann noch wenigstens 25 Kilometer zu bewältigen. Auf diesem Stück und besonders an den letzten langen Steigungen nach Eisenach hinein konnte man dann andere Kleingruppen bepackter Radfahrer sehen, die der Wartburg zustrebten. Die liegt ja bekanntlich auch nicht im Tal und deshalb mühten sich die ca. 250 Teilnehmerunter den zweifelnden Blickender 'normalen' Touristen den bis zu 17% steilen und mit Kopfsteinpflaster belegten Anstieg hoch.
Oben wurde dann erst mal tief durchgeatmet. 'Geschafft' hat nicht nur die Mehrzahl der Randonneure gedacht, 'geschafft' sahen auch die Gesichter aus.
Da die Organisatoren dieser Sternfahrt selbst mitgefahren sind, haben 2 Radsportfreundinnen kurzerhand bei der Zielkontrolle mitgeholfe, Stempelkarten angenommen und Listen komplettiert.
Auf der Zugbrücke wurde noch ein Gruppenfoto geschossen, danach ging es zum Duschen und zum Essen.
Auch wenn man berücksichtigt, das dies eine Non-Profit-Veranstaltung war, an die man nicht die Maßstäben eines kommerziellen Jedermannrennens anlegen darf und das generell bei Brevets ein niedriges Organisations-Niveau herrscht, bestand doch, sagen wir mal - Verbesserungspotential.
So waren z.B. anfangs keine getrennten Duschen vorgesehen und auch die angebotene Verpflegung lag deutlich unter dem Niveau von 2008.
Später im Hotel angekommen, legten sich alle erst einmal ein paar Stunden aufs Ohr. Für den Abend hatten wir uns zusammen mit einer Gruppe der Veranstalter einen Raum in einer Gaststätte organisiert.
Die Ausrede "mein Computer hat berechnet, dass ich auf der Tour 8.000 Kalorien verbraucht habe" musste die sehr gut gefüllten Teller rechtfertigen.
Anschließend wurde an der Hotelbar noch der ein oder andere Gedanke ausgetauscht. Es wurde spät.
Fazit: Auch wenn bei den letzten Anstiegen einige geschimpft haben, 2012, beim nächsten Fléche Allemagne werden die meisten wieder dabei sein. Das Fahren in einer Mannschaft, nicht gegen- sonder miteinander, hatten allen über ihre persönlichen Tiefpunkte hinweg geholfen. Man muss kein durchtrainierter Topathlet sein, um so eine Strecke bewältigen zu können.
Mit 12 Fahrern in drei Teams waren die Radsportfreunde Bochum die teilnehmerstärkste Mannschaft.
Team 1: Wasserburg Kemnade -> Weserbergland -> Eschwege -> Wartburg ca. 470 km
Jörg Rupeter, Ralf Bärens, Rolf Blome, Helmut Glitza
Team 2: Wasserburg Kemnade -> Paderborn -> Kasseler Berge -> Gotha -> Wartburg ca. 420 km
Holger Hasselmann, Regina Wüstefeld, Manfred Kochanski, Bernd Frontzek
Holger Hasselmann, Regina Wüstefeld, Manfred Kochanski, Bernd Frontzek
Team 3: Wasserburg Kemnade -> Höxter-> Hart -> Wartburg ca. 440 km
Joachim Werner, Jörgen Bosselmann, Peter Stricker, Matthias Heue
Joachim Werner, Jörgen Bosselmann, Peter Stricker, Matthias Heue
Danke auch an unser Unterstüzungsteam in Eisenach Elvira Blome, Gisela Stricker und Barbara Werner
Aktualisiert ( Mittwoch, 19. Mai 2010 um 19:30 Uhr )


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